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Ein waschechter Frankfurt ! Oder ein echter Sizilianer ?

Roberto Bentivenga -  geboren ist er im St.-Katharinen-Krankenhaus in Frankfurt Bornheim. Ja, das ist schon etwas über 40 Jahre her. Und aufgewachsen ist er hier auch. Also ist er tatsächlich ein original Bernemer Bub. Soviel steht mal fest. Amtlich bestätigt und beglaubigt. Sein Vater schickte ihn damals sogar in die Abendschule, um richtig Italienisch zu lernen! Die Eltern stammen aus Agrigent, einer Hafenstadt am südlichsten Zipfel von Bella Italia, also an der Stiefelsohle von Sizilien. Was das mit dem Eissalon zu tun hat? Dazu später mehr.

Eigentlich wollte Roberto Bentivenga Elektriker werden - und wurde das auch. Er machte hier seine Ausbildung und fand eine Anstellung bei der FR FRANKFURTER RUNDSCHAU, einer großen Frankfurter Tageszeitung. In deren Druckerei in Neu-Isenburg kümmerte er sich um alles Elektrische. In der Mittagspause schlenderte er meist durch Neu-Isenburg, wo er im Angebot eines großen Eisgeschäfts in der Frankfurter Straße auf Anhieb seine erste große Liebe fand: Echtes italienisches Eis !

Just zu dieser Zeit machten sich auf dem Zeitungsmarkt Veränderungen der Verbrauchergewohnheiten bemerkbar: Immer mehr Menschen bezogen ihre Informationen aus dem Internet; die Druckauflagen gingen massiv zurück. Auch die FR FRANKFURTER RUNDSCHAU bekam die Folgen massiv zu spüren und musste viele langjährige Mitarbeiter entlassen. Roberto Bentivenga war einer von ihnen und stand nun vor der Frage, wie es für ihn beruflich weiter gehen soll.

Die Entscheidung fiel recht schnell: Als Elektriker wollte er nicht weiter machen; ein neuer Lebensabschnitt sollte sich auftun, bei welchem die Leidenschaft für italienische Eiskrem die größte Rolle spielen sollte. Roberto Bentivengo beschloss, in Frankfurt ein eigenes Eisgeschäft, eine eigene Gelateria, zu eröffnen. Zuvor aber musste er erst einmal von der Pieke auf komplett lernen, wie man richtig gutes original italienisches Eis herstellt. Aufgrund persönlicher Kontakte, die er bei den regelmäßigen Urlaubswochen im Heimatort seiner Eltern herstellte, fragte er dort in Agrigent den Besitzer eines Eisgeschäfts, ob er ihn in die Kunst der Eisherstellung einweihen würde. Der Besitzer stimmte zu, machte aber zur Bedingung, dass Roberto Bentivenga kein Eisgeschäft in seiner direkten Nachbarschaft eröffnen dürfe. Das sollte kein Problem werden.

Nach einem ganzen Jahr des Lernens, wie man italienisches Eis richtig gut herstellt, verließ Roberto Bentivenga Sizilien wieder in Richtung Main, um im Frankfurter Stadtteil Bornheim ein geeignetes Geschäftslokal zu suchen. In der oberen Berger Straße fand er solche Geschäftsräume, welche bis dahin als Handyladen genutzt wurden. Mit der Hausbesitzerin wurde er sich bald einig und machte sich an die Arbeit. Roberto Bentivenga renovierte die Räumlichkeiten, richtete in Abstimmung mit einem Innenarchitekten alles komplett neu ein und schaffte sich den erforderlichen Maschinenpark für die Eisherstellung an. Eine nicht gerade kleine Investition - die auch dank der Abfindung nach dem Jobverlust bei der FRANKFURTER RUNDSCHAU möglich wurde - und die sich rechnete.

Die GELATERIA LA BENTIVENGA gibt es nun bereits seit 2006. Hier bietet Roberto Bentivenga inzwischen über 35 Eisspezialitäten sowie süße Leckereien an. Der Eissalon zwischen der Saalburgstraße und dem Fünffingerplätzchen ist inzwischen ein beliebter Treffpunkt zahlreicher Genießer und Genießerinnen. Hier lernte Roberto auch seine zweite große Liebe kennen, die er erst mal als Kundin bediente: Junia. Und die ist inzwischen natürlich seine erste große Liebe geworden.

In den kalten Wintermonaten hat der Eissalon geschlossen. Dann ist die Zeit für wohlverdienten Jahresurlaub, aber auch, um sich fortzubilden und sich auf den zahlreichen Fachmessen für Eisherstellung über Trends und den neusten Stand der Technik bei den Eismaschinen zu informieren.